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Kinderpornos aus deutschen Landen

Ξ April 18th, 2009 | → 0 Kommentare | ∇ Kleine Unwahrheiten |


Zensur gegen Kinderpornos und warum es nicht funktionieren kann

Der Löwenanteil an kommerzieller Kinderpornografie wird aus Deutschland heraus vertrieben und auch gehostet. Glauben Sie nicht? Kann doch nicht sein?

Um zu begreifen, das diese Art Zensur – die natürlich überhaupt nicht dazu gedacht ist Kinder zu schützen – nichts nützt, muss man keinen Doktortitel in Informatik besitzen.

Ich beschreibe mal (hoffentlich verständlichen Worten) wie das Geschäft mit Kinderpornographie funktioniert und lege dar, das die Behörden nichts (absolut nichts!) dagegen unternehmen können.

Das Bild, das der böse Pädophile eine russische Website in seinem browser (das Wort, das nicht jedermann bekannt ist) aufruft und sich da Bildchen anschaut, ist so falsch und naiv, das ich fast weinen muss.

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Da Arbeit am Computer durstig macht, würde ich mich über ein Bier freuen :)

 

Zugriff auf Daten nur bei schweren Verbrechen - oder doch nicht?

Ξ März 25th, 2008 | → 0 Kommentare | ∇ Kleine Unwahrheiten |

6 Monate müssen die Telekommunikationsanbieter die Verbindungsdaten speichern. So will es das Gesetz.

Wer mit wem, wie lange telefoniert. Bei Handys werden auch die Standortdaten mitgespeichert. Wer mailt mit wem, von welchen Rechner aus und wo werden sie gelesen.

Dies wurde nun vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe bestätigt. Alle haben applaudiert: Sowohl die Gegner der Vorratsdatenspeicherung, wie auch die Gegenseite. Seltsam, wenn man so drüber nachdenkt: ALLE haben sich über die Entscheidung gefreut!

Warum sollte sich wohl ein Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble freuen, wenn da nicht noch etwas übersehen wurde?

Der “Normalbürger” ist doch nun erstmal sicher, da ja nur Daten abgerufen werden dürfen, wenn eine schwere Straftat vorliegt. Schwere Straftat… da denke ich unwillkürlich an Mord, Totschlag, Erpressung, Kinderpornografie und Terrorismus.

Aber wie definiert der Gesetzgeber eine schwere Straftat? Dazu gehören auch Steuerhinterziehung, Bankrott (schuldhaft und/oder vorsätzlich), Betrug und Computerbetrug, Schleusung, Bestechung und dessen Gegenpart, die Bestechlichkeit und vieles andere mehr. Zudem gibt es noch den Gummibegriff: “Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit”. Damit werden “Delikte” erfasst, wie Teilnahme an Demonstrationen, Fussballspielen, Gehwegparken… schlicht alles, was die öffentliche Sicherheit bedrohen könnte.
DAS klingt doch schon ganz anders…

Schauen wir uns doch mal an, WER nun eigentlich Zugriff auf welche Daten unter welchen Bedingungen hat:

Zunächst einmal die Geheimdienste. Der Bundesnachrichtendienst (BND) wirbt vollmundig damit, das er ein “Frühwarnsystem” sei. Er kann also nur funktionieren, wenn er Daten präventiv auswertet. Es war für Geheimdienst in der Vergangenheit nicht schwer an richterliche Genehmigungen zu kommen und in Zukunft wird dies wohl auch kaum anders werden. Warum auch?

“Befreundete” Geheimdienste haben im Rahmen der Amtshilfe natürlich auch Zugang.

Und natürlich jede Politesse, da Ihr falsch geparkter Wagen ja auch eine “öffentliche Gefahr” darstellen könnte.

Es gab da diese kleine Erhebung in NRW, wonach ca. 60% aller untersuchten Abfragen in Polizeidatenbanken von Beamten zu privaten Zwecken vorgenommen wurden. So sicher sind also unsere Daten.


Kleiner “Gag” am Rande: Beim Besuch der BND-Website liest man erstmal folgendes:Wir blicken von Deutschland auf die Welt.
Wir haben unser Ohr am Puls der Zeit.
Bei uns stehen alle Sinne auf Empfang.
Wir stehen im Dialog mit der ganzen Welt.


Sind erst einmal Telefon, Handy, Email und Internetverbindungsdaten bei den Providern (Anbietern) gespeichert, werden sie auch früher oder später genutzt. Das zeigt schon die Geschichte. Niemand sammelt Daten, um sie später ungenutzt wieder zu löschen. Die Provider sind private Unternehmen, die nach dem Wirtschaftlichkeits-Prinzip arbeiten. Hohe Renditen für die Aktionäre und kleine Gehälter für die Mitarbeiter.Ich weiß meine persönlichen Daten also gut aufgehoben bei einem überqualifizierten Angestellten, der grade mal das Existenzminimum verdient.

Aber das ist noch lange nicht alles:

Fluggastdaten werden nun generell gespeichert - nicht nur für Flüge in die USA. Der EU-Justizkommssar Frattini hat verkündet, das er sich nun auch um Zugverbindungen kümmern werde. Eine entsprechende Überwachungstechnik wurde bereits vom Computerriesen IBM entwickelt und ist einsatzbereit. Mal sehen, wie lange das dazugehörige Gesetz auf sich warten läßt.

Da Arbeit am Computer durstig macht, würde ich mich über ein Bier freuen :)

 

Daten werden lediglich etwas länger gespeichert…

Ξ Dezember 3rd, 2007 | → 0 Kommentare | ∇ Kleine Unwahrheiten |

Es herrscht ja viel Unsicherheit darüber, WAS denn nun eigentlich gespeichert werden soll. In den Medien erfährt man  keine Einzelheiten. “Daten werden lediglich länger gespeichert: 6 Monate….  Der Zugriff muss richterlich angeordnet sein…”

 

Das…. stimmt nicht ganz. Genau genommen, ist es nicht ganz richtig!

 

Sagen wir es graderaus: Es ist einfach gelogen.

 

 

WAS wird denn nun gespeichert?

 

Email:

IP-Adresse, Ihre und des Empfängers

Emailadresse, Ihre und des Empfängers

IP des Servers

ID des Anschlusses (DSL, ISDN)

Verbindungsdauer

 

VoIP

IP-Adresse, Ihre und des Empfängers

ID des Anschlusses (DSL, ISDN)

Verbindungsdauer und Uhrzeit

SIP-Header, Ihre und des Empfängers

 

Mobiltelefone

Telefonnummer, Ihre und des Empfängers

IMEI-Kennung, Ihre und des Empfängers

Verbindungsdauer und Uhrzeit

Funkzelle, Ihre und des Empfängers

 

Filesharing und anderes

IP-Adresse, Ihre und des Empfängers

Emailadresse, Ihre und des Empfängers

IP des Servers

ID des Anschlusses (DSL, ISDN)

Verbindungsdauer

 

HTTP

IP-Adresse, Client

IP-Adresse, Host

 

Und hier kam ich ins trudeln. Ich habe recherchiert so viel ich konnte, aber… mehr konnte ich zu HTTP nicht finden. Weil angeblich keine weiteren Spezifikationen veröffentlicht sind.

 

Und wozu sollte man nur die IPs speichern wollen? Welchen Sinn hätte das? Wem nützt das Wissen, das ich 300 mal am Tag einen Massenhoster-Proxy anwähle, der tausende von Websites verwaltet, aber nur einige wenige IPs hat? Und was ist mit dynamisch erzeugten PHP-Seiten?

 

Schwachsinn hoch 3!

 

“Sinn” würde es nur machen, wenn man - wie bei den anderen Protokollen -  ebenfalls:

 

ID des Anschlusses (DSL, ISDN)

IP-Adresse, Ihre und des Empfängers

Verbindungsdauer

TCP-Header (mit Portnummern)

HTTP-Header (mit GET, PUT, POST, URL, Cookies und Formulardaten)

 

erfassen würde.

 

Nur so macht das Sinn.

 

Merken Sie was?

Formulardaten… Cookies… URL?

 

Man kann also Ihre gesamten Passwörter und Eingaben in Felder auslesen und speichern! Die Durchsuchung (und selbstverständlich Speicherung) von Files und sonstigen Daten, die Sie im Internet lagern, werden bei einer Onlinedurchsuchung natürlich einbezogen.

 

Durch das Europäische Abkommen könnte also jeder Dorfpolizist oder Schreibstubenhengst in jedem beliebigen EU-Staat auf Ihre Daten zugreifen. Da Sie keine Möglichkeit haben,  einen Zugriff zu bemerken, können Sie auch nicht dagegen protestieren.

 

Zudem haben “befreundete” Geheimdienste selbstverständlich jederzeit, ohne richterliche Anordnung oder gar Kontrolle, Vollzugriff auf Ihre Daten.

Da Arbeit am Computer durstig macht, würde ich mich über ein Bier freuen :)

 

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